Ein Herzinfarkt kommt für viele Männer scheinbar aus heiterem Himmel, doch oft hat der Körper schon lange vorher Warnsignale gesendet. Besonders ab 50 steigt das Risiko deutlich. Wer versteht, was im Körper passiert, welche Ursachen dahinterstecken, wie sich ein Herzinfarkt bemerkbar macht und wie man vorbeugen kann, hat die Chance, rechtzeitig gegenzusteuern. Schau Dir unser Video an:
Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verstopft und ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird. Das Herz ist ein Muskel, der rund um die Uhr arbeitet und deshalb ständig Sauerstoff benötigt.
Wird der Blutfluss durch ein Blutgerinnsel blockiert, beginnen die betroffenen Herzmuskelzellen nach kurzer Zeit abzusterben. Je länger die Durchblutung unterbrochen ist, desto größer ist der Schaden. Ein Herzinfarkt ist daher immer ein akuter Notfall, bei dem schnelle Hilfe entscheidend ist.
Die Folgen eines Herzinfarkts reichen von leichten Einschränkungen bis hin zu schweren, lebensbedrohlichen Problemen. Ist ein größerer Teil des Herzmuskels betroffen oder wird der Infarkt zu spät erkannt, kann eine dauerhafte Herzschwäche entstehen. Das Herz pumpt dann nicht mehr so kräftig, Betroffene sind schneller erschöpft, geraten leichter außer Atem und können Wasser in den Beinen einlagern.
Hinzu kommt die Gefahr von gefährlichen Herzrhythmusstörungen, bei denen das Herz aus dem Takt gerät. Im schlimmsten Fall kann es zum plötzlichen Herztod kommen. Nach einem Infarkt bleibt das Risiko für weitere Ereignisse erhöht, weshalb es umso wichtiger ist, Risikofaktoren konsequent anzugehen.
Die Hauptursache für einen Herzinfarkt ist eine Arteriosklerose, also eine Verkalkung und Verengung der Herzkranzgefäße. Über Jahre lagern sich Fette und andere Stoffe in den Gefäßwänden ab und bilden sogenannte Plaques. Reißt eine dieser Ablagerungen ein, kann sich dort ein Blutgerinnsel bilden, das das Gefäß verschließt.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Cholesterin. Das LDL-Cholesterin wird als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, weil es Cholesterin von der Leber zu den Zellen transportiert. Ist zu viel LDL im Blut, lagert es sich leichter in den Gefäßwänden ab und fördert die Verkalkung. Das HDL-Cholesterin gilt als „gutes“ Cholesterin, weil es überschüssiges Cholesterin aus den Gefäßen zurück zur Leber bringt und damit eher schützt.
Weitere wichtige Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, Übergewicht, Bewegungsmangel und dauerhafter Stress. Mit zunehmendem Alter und bei familiärer Vorbelastung steigt das Risiko zusätzlich.
Das typische Symptom eines Herzinfarkts ist ein starker, drückender oder brennender Schmerz in der Brust, meist hinter dem Brustbein. Er kann in den linken Arm, beide Arme, den Rücken, den Kiefer oder den Oberbauch ausstrahlen und wird oft von Luftnot, Engegefühl, kaltem Schweiß, Übelkeit oder extremer Schwäche begleitet.
Viele Betroffene verspüren zudem eine heftige innere Unruhe oder Todesangst. Allerdings verläuft nicht jeder Infarkt nach diesem klassischen Muster. Gerade Männer ab 50 erleben häufig auch „leise“ Signale wie neu auftretenden Brustdruck bei Belastung, plötzliche Luftnot beim Treppensteigen, wiederkehrende unklare Schmerzen im Brustbereich oder ungewohnte Erschöpfung.
Wichtig ist, solche Beschwerden nicht abzutun. Treten sie plötzlich und ungewohnt auf, sollte unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden, statt abzuwarten.
Auch wenn sich Alter und genetische Veranlagung nicht ändern lassen, kannst du dein persönliches Herzinfarktrisiko deutlich beeinflussen. Besonders wirksam ist es, mit dem Rauchen aufzuhören, da jede Zigarette die Gefäße schädigt.
Regelmäßige Bewegung, etwa zügiges Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen, entlastet das Herz, senkt Blutdruck und verbessert die Blutfettwerte. Eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und guten Fetten wie Olivenöl trägt dazu bei, das „schlechte“ LDL-Cholesterin zu senken und das „gute“ HDL zu unterstützen.
Regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin helfen, Probleme früh zu erkennen. Genauso wichtig ist ein bewusster Umgang mit Stress: Pausen, ausreichend Schlaf und Aktivitäten, die guttun, entlasten nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz. Wer diese Punkte ernst nimmt, kann aktiv dazu beitragen, sein Männerherz langfristig zu schützen.
PS: Mehr wertvolle Informationen zum Thema "Herz und Kreislauf" findest Du auf der Seite GESUNDER KÖRPER.
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